Nachlese: Gelungener Start in die Veranstaltungsreihe „Zwischen Feld und Fairness“

Nachlese: Gelungener Start in die Veranstaltungsreihe „Zwischen Feld und Fairness“

Wie hängen unser tägliches Essen, regionale Landwirtschaft und globale Gerechtigkeit zusammen? Mit dieser Frage startete am 10. März 2026 die Veranstaltungsreihe „Zwischen Feld & Fairness – Landwirtschaft hautnah erleben und globale Handelsstrukturen hinterfragen“ im Nachhaltigkeitszentrum Braunschweig.  Dania Obert und Britta Steven eröffneten gemeinsam die Ausstellung „Weltbaustelle Ernährung“, die während der gesamten Reihe im Nachhaltigkeitszentrum zu sehen ist. 

Zum Auftakt standen zwei regionale Solidarische Landwirtschaften im Mittelpunkt: die SoLaWi Dahlum und die SoLaWi Landwandel. In persönlichen Einblicken berichteten sie von ihren Höfen, ihren unterschiedlichen Konzepten und den Erfahrungen aus dem Alltag solidarischer Landwirtschaft. Deutlich wurde dabei vor allem eines: Solidarische Landwirtschaft lebt von Zusammenarbeit und Gemeinschaft. 

Das Grundprinzip ist einfach: Mitglieder finanzieren gemeinsam die laufenden Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs und erhalten im Gegenzug regelmäßig einen Anteil der Ernte. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Menschen, die Lebensmittel anbauen, und denen, die sie essen. Gleichzeitig schafft das Modell Planungssicherheit für die Höfe und ermöglicht eine regionale, transparente und nachhaltige Lebensmittelversorgung. 

Beide vorgestellten Höfe sind dabei weit mehr als reine Gemüsebetriebe. Sie laden ihre Mitglieder auch zum Mitmachen ein – etwa bei Gartenbegehungen, gemeinsamen Kochaktionen oder Arbeitseinsätzen auf dem Feld. So entsteht nicht nur gutes Essen, sondern auch ein lebendiger Austausch rund um Landwirtschaft und Ernährung. 

Die Auftaktveranstaltung war gut besucht und brachte Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Zwischen Fragen, Gesprächen und neuen Ideen wurde schnell deutlich, wie groß das Interesse an alternativen Formen der Lebensmittelversorgung ist. Bei Salat, Getränken und vielen guten Gesprächen klang der Abend schließlich in entspannter Atmosphäre aus. 

Wer Lust bekommen hat, selbst Teil einer solidarischen Landwirtschaft zu werden: Sowohl bei der SoLaWi Dahlum als auch bei der SoLaWi Landwandel sind derzeit noch einige Ernteanteile verfügbar.